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Frühlingsblüher im Auwald

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Wald

 

Auwälder sind in hohem Maße von einer natürlichen Gewässerdynamik mit regelmäßigen Überschwemmungen abhängig. Diese garantieren eine gute Versorgung der Auwaldpflanzen mit Wasser und Nährstoffen. Durch den Rückgang naturnaher Fließgewässerabschnitte – vor allem infolge des Baus von Kraftwerken, aber auch durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung, die oft bis direkt an das Gewässer reicht – sind Auwälder heute selten geworden.

Weiden, Schwarzerlen und Eschen sind die dominanten Baumarten. Auf ihnen wuchern Kletterpflanzen wie der Wilde Hopfen, dessen Kulturformen nicht nur in der Bierbrauerei, sondern auch als Heilpflanze Verwendung finden.

Unter den Bäumen sprießt ein üppiger, krautiger Unterwuchs. Bereits im zeitigen Frühjahr, wenn das Sonnenlicht noch ungehindert durch die noch kahlen Bäume bis zum Boden vordringen kann, blühen Schneeglöckchen, Leberblümchen sowie Gelbes und Weißes Buschwindröschen.

Jetzt überzieht auch der Bärlauch den Waldboden und verströmt seinen markanten Knoblauchgeruch. Seine jungen Triebe werden gerne als Gemüse für Salate, Suppen und Aufstriche genutzt. Im April und Mai verwandeln seine sternförmigen Blüten den Waldboden in einen Blütenteppich, danach beendet der Bärlauch seinen Wachstumszyklus und zieht sich in die Erde ein, wo er geschützt vor Hitze und Kälte auf das nächste Frühjahr wartet.